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Bitte tragen Sie einen Mund-Nasen-Schutz. In begrenztem Umfang können wir ihn stellen. Wir betreiben Kombigeräte zur Luftfilterung und -Desinfektion (Filter plus UV-C-Licht), um neben der gesonderten Infektionssprechstunde und Entlüftung über Ventilatoren zusätzliche Sicherheit in den Räumlichkeiten zu bieten.

In den folgenden Situationen rufen Sie bitte unbedingt vorher die Praxis an (bzw. vermerken das bei der Online-Terminplanung), um nicht andere oder die Funktionstüchtigkeit der Praxis zu gefährden:

  • Atemwegsinfekt, Halsschmerzen, Fieber, Geschmacksstörungen und/oder Durchfall,
  • Kontakt zu einem nachgewiesenen Corona-Infizierten,
  • "Roter Hinweis" der Corona-Warn-App oder
  • Aufenthalt in einem deutschen HOT SPOT bzw. Risikogebiet außerhalb Deutschlands.
  • Anmeldung zur Corona-Impfung.

    Neu: Kurzfristige Impftermine mit "AstraZeneca" und "Janssen-Cilag/Johnson&Johnson", NUR für Männer ab 35 Jahre und Frauen ab 50 Jahre, denn auch 35-59jährige sind erheblich gefährdet: 3239 Tote auf 1,3 Mio Infizierte (8.5.2021) bedeutet für Männer dieser Altergruppe ein Risiko von 1:290, für Frauen 1:700, eine Coronainfektion nicht zu überleben! Hier können Sie sich Online anmelden. (Besuchsgrund: "Erstimpfung COVID-19 mit AstraZeneca" bzw. "Einmalimpfung COVID-19 mit Janssen") Am Schaubild der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) können Sie erkennen, dass für noch jüngere Erwachsene aktuell der Nutzen der "AstraZeneca"-Impfung statitisch seltener als die Gefahr für eine schwere COVID-19 ist!. (Relevant: "deaths prevented" und "ICU admissions prevented", d. h. vermiedene Todesfälle und intensivmedizinische Behandlungen) Beachten Sie, dass die EMA die Inzidenz pro MONAT angibt, nicht pro sieben Tage, wie in Deutschland üblich. ("low":55/100.000/Monat = 13/100.000/Woche). Derzeit (13.6.2021) liegt die Inzidenz in Mainz bei 36/100.000/Woche, Tendenz fallend. Unser Ziel ist die schnelle und sichere Impfung ALLER.

    Aufgrund der großen Nachfrage ist unser Telefon völlig überlastet! Deshalb eine große Bitte: Teilen Sie uns Ihr Interesse an der Corona-Impfung schriftlich, per Email oder bequem über unseren Online-Terminplaner mit (Besuchsgrund: "Voranmeldung Coronaimpfung"). Bitte rufen Sie nicht dafür an. Wir ordnen die Anfragen wie vorgeschrieben nach Priorität und impfen natürlich die zuerst, welche durch COVID-19 mehr bedroht sind. Der Zeitpunkt ist leider offen, da wir die wöchentliche Liefermenge nur fünf Tage vorab erfahren. Sobald wir für Sie persönlich Impfstoff haben, rufen wir Sie an. Bitte sehen Sie von Nachfragen per Email oder Telefon ab.

    Neupatienten bitten wir, sich aus datenschutzrechtlichen Gründen ausschließlich über den Online-Terminplaner anzumelden. Hier können Sie auch Dokumente bzgl. der Priorität (Vorerkrankungen, Kontaktperson, Beruf) hochladen.

    Welcher Impfstoff? Die ehrliche, seriöse Antwort, damit am Ende der Woche kein Impfstoff nutzlos im Kühlschrank liegt: Aufgrund dem Risiko für Hirn- und Bauchvenenthrombosen (1:74.000) vor allem bei jungen Frauen, welche die Anti-Baby-Pille nahmen, wird von der STIKO der AstraZeneca-Impfstoff "Vaxzevria®" erst ab 60 Jahre empfohlen. Das bedeutet eine große Sicherheitsreserve! Da Arztpraxen ab Mai mit "AstraZeneca" gut versorgt werden und der BioNTech-Impfstoff "COMIRNATY®" weiter sehr knapp ist, impfen wir unter-60jährige mit "BioNTech" und über-60jährige mit "AstraZeneca" - sofern im Einzelfall nichts dagegen spricht. Eine Thromboseneigung, frühere Thrombosen oder Lungenembolien haben jedoch mit der seltenen, sehr speziellen, Antikörper-vermittelten Aktivierung von Blutplättchen durch "AstraZeneca" nichts zu tun.

    Über-60jährige, welche nicht mit "AstraZeneca", sondern nur mit "BioNTech" geimpft werden wollen, bleiben natürlich auf der Warteliste und kommen später dran. Dieses Abwarten kann aber nicht empfohlen werden: In Deutschland sterben 4,7% der Coronainfizierten, die zwischen 60 und 79 Jahre alt sind (22.347 Tote auf 474.115 Infizierte, Risiko für Männer 1:16, für Frauen 1:31, Stand 20.4.2021), dazu müssen wahrscheinlich nochmal so viele lebensbedrohliche Verläufe addiert werden, welche eine wochenlange Intensivmedizin erfordern. "Ich passe auf" reicht nicht: Das Ansteckungsrisiko ist bei 60-79jährigen (insg. 18 Mio. Einwohner) von 2,6% kaum besser als im Durchschnitt, d. h. einer von 38 Einwohnern seit Februar 2020.

    Bitte melden Sie sich parallel im Impfzentrum an! Für Rheinland-Pfalz online oder telefonisch (0800-57 58 100). Für Hessen online oder telefonisch über die 116 117. Ob Sie vorgezogen werden, können Sie aus der Corona-Impfverordnung vom 31.3.2021 ersehen. Wir stellen die dazu nötigen Atteste aus, berufliche Gründe bescheinigt Ihr Arbeitgeber bzw. die entsprechende Hilfsorganisation.

    Sie können unsere Arbeit unterstützen, wenn Sie sich zuhause die Aufklärungs- und Einwilligungsbögen des RKI und Deutschen Grünen Kreuzes e. V. ausdrucken, durchlesen und unterschrieben mitbringen. Sie sind vielen verschiedenen Sprachen verfügbar. Das müssen Sie aber nicht: mündliche Aufklärung und Einverständnis reichen.

    Impfen gegen Corona: Nutzen und Risiko.

    15 Monate nach Ausbruch der Pandemie ruhen nun die Hoffnungen auf Impfungen, deren anhaltende Wirksamkeit und langfristige Verträglichkeit noch zu beweisen sind: wahrscheinlich werden Auffrischungen nötig sein. Hier finden Sie Infoblätter des Robert Koch-Institutes über mRNA- (BioNTech, Moderna) und Vektor-Impfstoffe (AstraZeneca, Johnson & Johnson, Sputnik). Für detailliertere, seriöse Informationen empfehle ich das arznei-telegramm, welches sich frei von Werbeanzeigen der Pharmaindustrie, ausschließlich über seine Abonnenten finanziert. Die Seiten zu BioNTech/COMIRNATY, Moderna, AstraZeneca und Johnson & Johnson sind kostenlos zugänglich.

    Dem gegenüber stehen (18.4.2021, Zahlen gerundet) - trotz der Lockdowns - 80.000 Tote im Zusammenhang mit COVID allein in Deutschland, ca. 60.000 mit überstandener und 4700 mit laufender Intensivtherapie. D. h., einer von 20 Infizierten erkrankt lebensgefährlich oder überlebt das nicht. (4,7% der 3,1 Mio. registrierten Infizierten). Differenziert betrachtet: Zu mehr als 96% waren die Verstorbenen 60 Jahre und älter, einer von 310 Einwohnern dieser Altersklasse seit Ausbruch der Pandemie in Deutschland! Unter den 40-59jährigen starb eine Person von 8.900, unter 20-39jährigen eine von 89.000, unter 0-19jährigen eine von 1 Million. Dazu kommen Langzeitschäden wie Müdigkeit, Depression, Atemnot und Geruchsstörungen, deren Häufigkeit zumindest im einstelligen Prozentbereich liegt, nach Krankenhausbehandlung sind es 50%. Ermittelt anhand Antikörperscreening, ist die Dunkelziffer der Coronainfektionen hierzulande gering, zumal Antikörpertests in 1% falsch positiv ausfallen. Über 1,8 Mio. Tote wurden 2020 weltweit gezählt, bei einer vermutlich hoher Dunkelziffer - mehr als die 1,5 Mio. Tuberkulosetoten bzw. mehr wie die jährlichen Todesfälle durch HIV, Malaria und Tetanus zusammen - von der Weltwirtschaftskrise und ihren sozialen Folgen ganz zu schweigen.

    Nüchtern betrachtet, haben wir nur die Wahl zwischen der Corona-Infektion oder der Impfung dagegen, ein "weder noch" ist aufgrund der leichten Übertragung des Virus unwahrscheinlich. Erst recht ab einem Alter ab 40 Jahren, Vorerkrankungen, Kontakt zu Risikopersonen, Tätigkeit im Gesundheitswesen, Pflegeheimen oder im öffentlichen Bereich bietet die Impfung weit bessere Chancen, die Krise unbeschadet zu überstehen. Sie hatten schon COVID-19? Dann beachten Sie bitte den Abschnitt zur Immunität und Impfungen zur Auffrischung weiter unten. Seit Dienstag den 6.4.2021 impfen wir auch in der Praxis und haben mit den "Vergessenen aus Priorität 1 und 2" begonnen, die nicht von den staatlichen Impfteams erreicht wurden, weil sie zuhause mit schweren Krankheiten festsitzen.

    Am 10.12.2020 wurde die Zulassungsstudie des Corona-Impfstoffes der Mainzer Firma BioNTech im "New England Journal of Medicine" veröffentlicht, einer medizinischen Fachzeitschrift mit weltweitem Renommee - und ist für jedermann einsehbar. Am 30.12.2020 folgte die Studie der amerikanischen Firma Moderna, hier wird leider ein Account benötigt. Die Eckdaten: 43.448 Freiwillige bekamen entweder den BioNTech-mRNA-Impfstoff oder einem Placebo, in beiden Fällen zweimal im Abstand von 21 Tagen injiziert. Davon konnten 37.706 rund zwei Monate nachbeobachtet werden. Diese Differenz im "Follow-up" ist gerade hier ärgerlich, aber nicht ungewöhnlich für klinische Studien. Schmerzen an der Einstichstelle und grippeartige Beschwerden für wenige Tage waren die häufigsten Nebenwirkungen des Impfstoffs, dafür traten 20-mal weniger COVID-Fälle im Vergleich zum Placebo auf (8 vs. 162 Fälle, Schutzquote 95%). Schwere Nebenwirkungen fanden sich keine, allerdings waren Menschen mit Immunschwäche (außer HIV) und mit starken Allergien ausgeschlossen. Nach der Impfung wurden - zum Glück - bis auf vier passagere Gesichtslähmungen und ein taubes Bein keine neurologischen Symptome beobachtet. Anders als in der COVID-Frühphase: hier sind schlaganfallähnliche Symptome leider nicht ungewöhnlich. Die Ergebnisse des Moderna-mRNA-Impfstoffes waren vergleichbar (30.420 Freiwillige, 94% Schutzquote, passage Gesichtslähmung: drei nach Impfstoff, eine nach Placebo).

    Auf mRNA-basierte Impfstoffe wurden zuvor gegen Tollwut, Influenza und Krebs getestet. Die "Boten"-RNA ("m" = messenger) wird normalerweise von unserem Körper als Abschrift der eigenen DNA gebildet. Mit diesem Bauplan stellen die "Ribosomen" in der Zelle dann Eiweiße jeglicher Art her, im Falle der BioNTech- bzw. Moderna-Impfstoffe "Spike-Proteine": Das sind die bekannten Strahlen des Corona-Virus mit Kugeln am Ende (Corona = Krone), mit denen es auf unseren Zellen andockt. Auf diese selbst produzierten Kopien der "Spike-Proteine" kann sich unser Immunsystem einschießen und dann mit Antikörpern und Abwehrzellen das Andocken des wirklichen Virus bekämpfen. Gentechnisch hergestellte mRNA-Impfstoffe verändern somit nicht "rückwärts" unser Erbgut, sondern geben nur "vorwärts" kurzfristig andere Aufträge an die Eiweißproduktion. Erst die Mithilfe der körpereigenen "Montagestraße" ermöglicht eine schnelle Antwort auf ein neues Virus. Der BioNTech-Impfstoff darf zwar nur fünf Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden, technisch ist das aber kein Hindernis für die Anwendung in einer deutschen Hausarztpraxis.

    Corona-Antigen-Schnelltests: i. d. R. nur für Symptomfreie.

    Stand 6.3.2021. Antigentests benutzen synthetische, industriell hergestellte Antikörper, welche mit Oberflächenstrukturen (= Antigenen) des Virus reagieren. Diese "Schlüssel-Schloß-Reaktion" wird meist mit Enzymen (Biokatalysatoren) farblich sichtbar gemacht. Normalerweise sind Schnelltests (POCT: point-of-care-testing) überall dort nützlich, wo rasche Entscheidungen gebraucht werden, z. B. bei einem Verdacht auf Lungenembolie, Herzinfarkt, Lungen- oder Blasenentzündung. Generelle Corona-Schnelltests haben sich bei Krankhausaufnahme bewährt. Das sagen das Robert Koch-Institut, die Fa. Roche als Hersteller eines Antigen-Schnelltests ("wo kein Labortest zur Verfügung steht") und die ehrwürdige Cochrane-Library dazu. Das Problem: Der Schnelligkeit stehen vor allem falsch-negative Testergebnisse gegenüber, wie hier im Deutschen Ärzteblatt vom 30.10.2020 ausführlich erläutert. Nicht desto trotz können sie bei Symptomfreiheit, also geringer Vor-Test-Wahrscheinlichkeit sinnvoll sein:

  • zum Screening von Mitarbeitern und Besuchern von Pflegeheimen, Krankenhäusern und Arztpraxen (siehe: Bundesgesundheitsministerium),
  • zur Verkürzung der Quarantäne nach engem Kontakt zu einer Corona-positiven Person, wenn das 10 - 13 Tage später erfolgt (explizit laut RKI dazu zulässig),
  • für Urlauber auf der Hinreise (soweit dazu vom Ausland akzeptiert), bzw. zur Verkürzung der Quarantäne, wenn das 5 - 9 Tage nach Rückreise erfolgt (soweit dazu von staatlicher Seite akzeptiert) oder
  • zur zusätzlichen Sicherheit bei dringenden privaten Besuchen von Risikopersonen.
  • Da diese Tests ab dem 8. März 2021 vielerorts kostenlos angeboten werden, stellen wir unser Angebot aus Kapazitätsgründen ein. Wir empfehlen Ihnen die Mohren-Apotheke direkt unter der Praxis im gleichen Gebäude und stehen dagegen für PCR-Abstriche (s. u.) zur Verfügung, die bei den bundesweit geplanten 20 Mio. Schnelltests pro Woche zwangsläufig zur Bestätigung bzw. Revision in den Hausarztpraxen durchgeführt werden müssen.

    Corona-Abstriche mit "Polymerase-Kettenreaktion" (PCR)

    Nach TestV des BMG vom 30.11.2020/RKI/KBV, Stand 6.3.2021. Für Reisende, die vor Abflug einen PCR-Abstrich benötigen, bietet sich auch die Testmöglichkeit am Flughafen Frankfurt an, hier wird ein Ergebnis zu 99% innerhalb von 6 bzw. 12 Stunden zugesagt.

    WANN bzw. WER? Seit 8.2.2021 bei ALLEN Atemwegsinfekten, erst recht bei:

    (1.) Starkem Husten, Fieber, Luftnot, Geschmacks- und Geruchsstörungen oder Verschlechterung des Allgemeinzustandes.

    (2.) Bei Vorerkrankungen ODER Tätigkeit im Gesundheitswesen ODER Kontakt zu vielen Personen ohne AHA+L-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske, Lüften).

    (3.) Bei engem Kontakt zu einer Corona-positiven Person (z. B. ungeschütztes Gespräch von mehr als 15 min, gemeinsamer Haushalt, Singen, Sportstudio, Schulklasse, Kindergarten) in den letzten 14 Tagen,

    (4.) Keine Symptome, ABER positiver Antigen-Schnelltest (s. o.) oder "roter Hinweis" der Corona-Warn-App,

    (5.) Bei Krankenhaus- oder Pflegeheimaufnahme und

    (6.) Als explizite, schriftliche Einzelfallentscheidung des Gesundheitsamtes und zu dessen Lasten oder bei COVID-19-Ausbrüchen in Alten- und Pflegeheimen.

    WIE? In der ersten Woche direkter Virusnachweis (PCR) aus dem Rachenabstrich. Ab der zweiten Woche - wenn die PCR (oft) negativ ist - aber noch COVID-Symptome bestehen, können IgG-Antikörpertests erwogen werden - und sind dann gesetzliche Kassenleistung, ggf. 2. Blutprobe min. 14 Tage nach der ersten.

    Bin ich bereits immun gegen das Coronavirus?

    Bis auf die o. g. Ausnahme müssen Antikörperbestimmungen selbst bezahlt werden: etwa 50 Euro, incl. Blutentnahme, Probentransport und Beratung. Wieso rate ich Ihnen NICHT dazu?

    Das liegt an der - trotz allem - geringen Verbreitung (Prävalenz) von COVID-19 in der Bevölkerung und - wie bei allen Antkörpertests - irrtümlicherweise positiven Ergebnissen: Seit Beginn der Epidemie hatten sich 6906 Mainzer*innen mit COVID-19 infiziert, das sind 3,2% der 218.578 Bewohner, 168 sind daran verstorben (aktualisiert 13.3.2021, meist PCR-Nachweis). Bundesweit beträgt die Prävalenz 3,1%. Ein Antikörpertest mit 100%iger Sensitivität und 99%iger Spezifität würde zwar alle tatsächlich Corona-Positiven erkennen, aber - in Mainz - gleichzeitig 2116 Personen fälschlicherweise Immunität attestieren, die sie gar nicht haben (Chance 1:3,5), etwa jeder vierten bis fünften Testperson. Normalerweise löst die Medizin dieses Problem (wie z. B. bei einem positiven HIV-Suchtest) mit einem zweiten "Western-Blot"-Bestätigungstest, den gibt es für COVID-19 jedoch noch nicht. Dagegen hatten bereits im April 2020 im österreichischen "hot spot" Ischgl 42,2% von 1473 getesteten (insg. rund 1600 Einwohner) COVID-19-Antikörper. Bei dieser hohen Prävalenz bekommen bei gleicher Testgüte (!) 672 ein "richtig positives" und nur 8 Personen ein "falsch positives" Ergebnis (Chance 1:99).

    Mittlerweile wissen wir jedoch, dass bei einigen die Antikörper nur Wochen und Monate nachweisbar sind, was nicht zwingend bedeutet, nicht mehr immun zu sein: zusätzliche Abwehrzellen sind nur schwieriger messbar. In Ischgl hatten ein halbes Jahr später noch 90% der im April 2020 positiv getesteten nachweisbare Antikörper. Re-Infektionen sind fünf bis acht Monate nach der Infektion eine Rarität, laut STIKO-Empfehlung vom 12.3.2021 ist eine einzelne Impfung (nicht zwei) frühestens sechs bis acht Monate nach der Erkrankung sinnvoll, nicht früher. Von einer dauerhaften Immunität ist zwar nicht auszugehen, ob und wann weitere Impfungen folgen sollten, ist derzeit offen.

    Corona-Tests für Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet.

    Stand 5.12.2020. Angaben ohne Gewähr. Bitte beachten sie die aktuellen Richtlinien des Bundesministerium für Gesundheit und in Rheinland-Pfalz:

    "Wer (...) sich innerhalb von 10 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten hat, ist verpflichtet, sich (...) auf direktem Weg nach Hause (...) zu begeben und sich dort 10 Tage lang zu isolieren." Bei einem negativen Corona-Test frühestens am 5. Tag fällt die häusliche Isolierung weg. Wir führen diese Tests nach telefonischer Absprache oder Online-Terminplanung durch. Die Kostenübernahme bis zum 1.12.2020 durch das Bundesamt für soziale Sicherung wurde lt. KBV vom 4.12.2020 (!) verlängert bis zum 15.12.2020 (Kosten in der Praxis ab 16.12.2020: ca. 28 Euro, zzgl. 10,63 Euro Materialkosten Antigenschnelltest, wenn dazu von staatlicher Seite zulässig, ansonsten zzgl. externe Laborkosten für eine PCR ca. 65 bis 150 Euro und ein bis drei Tage Warten auf das Ergebnis - schneller geht es am Flughafen Frankfurt). ACHTUNG: Egal, wie das Testergebnis ausfällt: Treten Atemnot, Husten, Fieber, Geruchs- oder Geschmacksverlust auf, müssen sie umgehend das Gesundheitsamt informieren und weiter in häuslicher Isolierung bleiben!

    Corona: Neue Öffnungszeiten. Neue Videosprechstunde.

    Ab 23.3.2020 haben wir GETRENNTE Sprechstundenzeiten für Patienten MIT und OHNE Erkältungssymptomen (wie Fieber, Frösteln, Schnupfen, Halsschmerzen, Husten oder Durchfall) und ab 26.3.2019 eine VIDEOSPRECHSTUNDE.

    Unser Ziel ist es, auch während der Corona-Pandemie die normale, notwendige medizinische Versorgung zu gewährleisten. Das geht nicht ohne direkte Arzt-Patienten-Kontakte, die wir - für beide Seiten - so sicher wie möglich gestalten. Dazu habe ich schon im Januar Schutzausrüstung bestellt und bekommen.

    Es ist schwer, in der Coronakrise mit ihren gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen einen kühlen Kopf zu bewahren. Ich finde, wir alle verhalten uns auf den Straßen, Plätzen und beim Lebensmitteleinkauf bereits sehr dizipliniert und verantwortungsbewußt. Trotzdem werden in den nächsten Wochen die nachgewiesenen Infektionen weiter steigen und die Politik zu weiteren Maßnahmen drängen. Lassen sie sich davon nicht entmutigen, das wird auch an der bislang großen Dunkelziffer und den nun geschaffenen Laborkapazitäten liegen. Bis jetzt hat Deutschland - weltweit betrachtet - eine vergleichsweise niedrige COVID-19-Sterblichkeit, hoffentlich bleibt das so. Tun wir alles, um die Ausbreitung zu stoppen; am Ende wird eine Impfung das Ganze beenden. Bleiben sie gesund.