Hinweis zum Datenschutz (DSGVO). Wie auf jeder beliebigen Internetseite, werden auch hier persönliche IP-Adressen vorübergehend und verschlüsselt (zur Abwehr von Hackerangriffen) gespeichert. Außerdem werden "session-cookies" gespeichert, welche nach dem Verlassen der Seiten umgehend gelöscht werden. Besuchen sie diese Seiten nur dann weiter, wenn sie damit einverstanden sind. Alles weitere zum Datenschutz finden Sie im Impressum.

Bitte tragen Sie einen Mund-Nasen-Schutz. In begrenztem Umfang können wir ihn stellen. Wir betreiben Kombigeräte zur Luftfilterung und -Desinfektion (Filter plus UV-C-Licht), um neben der gesonderten Infektionssprechstunde und Entlüftung über Ventilatoren zusätzliche Sicherheit in den Räumlichkeiten zu bieten.

In den folgenden Situationen rufen Sie bitte unbedingt vorher die Praxis an (bzw. vermerken das bei der Online-Terminplanung), um nicht andere oder die Funktionstüchtigkeit der Praxis zu gefährden:

  • Atemwegsinfekt, Halsschmerzen, Fieber, Geschmacksstörungen und/oder Durchfall,
  • Kontakt zu einem nachgewiesenen Corona-Infizierten,
  • "Roter Hinweis" der Corona-Warn-App oder
  • Aufenthalt in einem deutschen HOT SPOT bzw. Risikogebiet außerhalb Deutschlands.
  • Ab 29.11.21: BioNTech/COMIRNATY®-Limitierung

    Am Freitagabend, 19.11.2021 um 19:35 bekomme ich per Email mitgeteilt, dass das Bundesgesundheitsministerium ab 29.11.2021 den BioNTech-Impfstoff auf 30 Dosen/Woche/Arzt limitiert - Allerdings haben bereits bis Weihnachten rund 100 Patienten pro Woche einen Termin für BioNTech in meiner Praxis gebucht. Weitere Terminvergaben für Auffrischungen mit BioNTech wurden im Online-Terminplaner sofort gestoppt. Selbstverständlich werden wir mit dem Engpass verantwortungsvoll umgehen und Unter-30jährige und Schwangere, wie von der STIKO empfohlen, nur mit BioNTech impfen. Nach Durchzählen des Terminkalenders reicht leider die Liefermenge nicht aus, Über-30jährige damit zu impfen, außer nach einer einzelnen Erstimpfung mit BioNTech. Es ist für meine Praxismitarbeiter unmöglich, parallel zum laufenden Praxis- und Impfbetrieb, Über-30jährige vor dem Impftermin über einen Wechsel auf den ersatzweise gelieferten Impfstoff von Moderna/Spikevax® zu informieren. Bei allem Ärger muss betont werden, dass (1.) erfreulicherweise der Anstieg der Antikörper nach Boosterung mit Moderna nach einer Grundimmunisierung mit zweimal BioNTech besonders gut ist. (2.) Treten Herzmuskelentzündungen (Myokarditis) nach mRNA-Impfstoffen vor allem bei jungen Männern unter 30 Jahren (1:17.000) und männlichen Jugendliche (1:5000) auf und verlaufen selbst hier fast immer blande. Für junge Frauen ist das Risiko bereits deutlich kleiner (1:110.000) und für Über-30jährige nochmals kleiner, so dass ich bei letztern Moderna/Spikevax® sehr gut vertreten kann. Wir dürfen gespannt sein, ob sich die staatlichen Impfzentren die gleiche Arbeit machen oder wie zuvor bei AstraZeneca die beratungsaufwändigen Impfstoffe den Arztpraxen überlassen. Keine Sorge, ich bin dafür ausgebildet: A Scout smiles and whistles under all circumstances. (Scout rule No. 8)

    Auffrischimpfungen und Antikörperbestimmungen

    Am 1. September 2021 haben wir mit Auffrischimpfungen (dritte Impfung, Booster) in Altenheimen und bei Pflegebedürfigen begonnen. Seit 24.9. bzw. 7.10.20221 werden diese offiziell von der STIKO für Risikogruppen, seit 18.11.2021 für alle über 18 Jahre empfohlen. Das haben wir etwas vorzeitig umgesetzt. Bitte melden sie sich online an und achten dabei auf den Abstand zur ihrer letzten Impfung: fünf bis sechs Monate, nur nach Johnson & Johnson oder bei Immungeschwächten schon nach vier Wochen. Sofern keine besonderen Umstände bestehen (Immunschwäche, Tätigkeit im Gesundheitswesen), rate ich jedoch unter 30jährigen noch etwas zu abzuwarten, bis wir mehr zu Myokarditis/Herzmuskelentzündung nach Boosterungen wissen. Antikörper-Kontrollen werden von der STIKO bislang nicht empfohlen, das hat mehrere gute Gründe:

    1) Alle Impfstoffe verhüten sehr gut einen, schweren, lebensbedrohlichen Verlauf der COVID-19, auch durch die Delta-Variante. Zum Glück ist also ein "Impfdurchbruch" in den meisten Fällen noch kein "Dammbruch", durch den die Sturmflut schwappt. Geimpfte infizieren sich seltener als Ungeimpfte und wenn, dann erkranken meist nur leicht - lästig genug.

    2) "Wer viel misst, misst viel Mist.": Die meisten Messergebnisse liegen in einer Grauzone, in der unklar ist, ob eine Auffrischung nötig ist oder nicht - gesteht selbst der Bundesverband der Laborärzte ein, trotz seinem Eigeninteresse daran.

    3) Risikopatienten und Arztpraxen sollten in der vierten Welle nicht ihre Zeit mit Labor-Schnickschnack vertrödeln, sondern boostern. Es ist absurd, die Notwendigkeit eines Booster als Argument für eine "Unwirksamkeit" der Corona-Impfungen zu nehmen. Für einen dauerhaften Schutz brauchen alle sonstigen Schutzimpfungen auch Auffrischungen, nur bei der Gelbfieberimpfung ist es mit einer einmaligen Dosis getan. Selbst eine Corona-Infektion bewirkt keine dauerhafte Immunität, wieso sollten wir das dann von einer Impfung dagegen verlangen?

    Impfen gegen Corona: Nutzen und Risiko

    bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

    Entsprechend der STIKO-Empfehlung impfen wir auch Kinder und Jugendliche gegen Corona ab dem 12. Lebensjahr (Sonstige Behandlungen erst ab dem 14. Lebensjahr). Eine große Bitte: Nutzen Sie den bequemen Online-Terminplaner, weil unser Telefon überlastet ist. Gute Argumente für die Impfung sind:

    1) Vorerkrankungen (z. B. Diabetes, Übergewicht, Mukoviszidose, Trisomie 21),

    2) Familienangehörige mit Gefahr einer schweren COVID-19.

    3) In seltenen Einzelfällen erkranken auch sonst gesunde Unter-18jährige schwer an COVID-19, auch mit Folgen am Herzen. In der Gruppe der 15-34jährigen starb bislang ein junger Mann von rund 4800 Infizierten, eine junge Frau von 8600 Infizierten. Auf dem Dashboard des RKI werden zum Glück keine Todesfälle von unter 15jährigen angegeben. (Stand 14.11.2021)

    4) Die nun vorherrschende Delta-Variante ist zweifellos ansteckender als frühere Corona-Varianten, nach Daten aus England scheint sie auch etwas "krankmachender", zumindest führt sie doppelt so häufig zu Krankenhausaufnahmen.

    Zwar sind die Herzmuskelentzündungen (Myokarditis) nach der zweiten BioNTech/COMIRNATY®-Impfung mit 1:17.000 (Jungs) bzw. 1:110.000 (Mädchen) ein greifbares, ernstes Risiko, werden im Krankenhaus behandelt, heilten aber zum Glück in den meisten Fällen folgenlos aus. Um das Risiko besonders für männliche Jugendliche von 16 bis 17 Jahren (lt. FDA 1:5000, Israel 1:6000) zu senken, sollte die zweite Impfung frühestens nach sechs Wochen erfolgen. Noch längere Intervalle von 8-12 Wochen werden in Großbritannien und Norwegen verwendet, bzw. die zweite Impfung ist dort bei 12-15jährigen derzeit ausgesetzt. Leider kann hierzulande erst mit der zweiten Impfung eine vollständige Immunisierung bescheinigt werden, eine einmalig geimpfte Person wird staatlicherseits wie eine ungeimpfte behandelt. Beim Moderna-Impfstoff "Spikevax" ist das Risiko wahrscheinlich noch höher, so dass er bei unter 30jährigen nicht verwendet werden sollte. Auch die Impfung mit Johnson & Johnson ist wegen dem Restrisiko bleibender Hirnschäden aufgrund einer Hirnvenenthrombose keine Alternative.

    Fazit: Der individuelle medizinische Nutzen ist für unter 30jährige zwar statistisch nachweisbar, aber klein, erst recht für Jugendliche! (Zum Vergleich: Die Impfungen gegen Papillomviren (HPV) bieten einen echten Nutzen bei wesentlich geringerem Risiko.) Ohne Frage wollen sich die meisten Jugendlichen nur gegen Corona impfen lassen, um ihr normales Sozialleben zurückzubekommen und Reisen mit der Familie werden einfacher. Ohne Frage sind die Älteren durch die - für sie praktisch gefahrlose - Impfung weitaus besser geschützt als indirekt über Kontaktbeschränkungen von Jugendlichen, doch paradoxerweise stagniert seit Anfang Oktober die Ungeimpften-Quote von 14% bei Über-60jährigen (ca. 4 Mio. von 28 Mio. Einwohnern dieser Altersgruppe) - bei einem Sterberisiko bei Infektion von eins auf zehn (Stand 14.11.2021). „Die Kinderimpfung wird die Pandemie nicht aufhalten“ (Prof. T. Tenenbaum, Vorsitzender der Dt. Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie).

    Über 40 Jahre? Oder Vorerkrankungen?

    Bitte lassen Sie unbedingt gegen COVID-19 impfen!

    Die derzeit vierte Welle steckt pro Woche eine Person von 700 MainzerInnen an (143/100.000). Die Gefahr der Ansteckung und für einen schweren Verlauf ist für Geimpfte jeweils 10 bis 11 mal kleiner. Natürlich können wir neun Monate nach Start der Impfungen und 21 Monate nach Ausbruch der Pandemie noch nichts zu Langzeitfolgen sagen. Das gilt für die Impfungen wie für COVID-19: Zur Häufigkeit und Schwere von Long- oder Post-COVID gibt es nur vage Daten, schon über die Definition lässt sich streiten! Manchem ist die schnelle Entwicklung der neuen Impfstoffe nicht geheuer und sicher ist keine Impfung ohne Risiko: Myokarditis (Herzmuskelentzündungen) nach BioNTech/COMIRNATY® vor allem bei jungen Männern. Noch schlimmer: Es gab 48 Todesfälle auf 90 Mio. Impfungen in Deutschland - noch dazu bei mehrheitlich jungen Frauen - durch Hirnvenenthrombosen nach AstraZeneca. Aus diesem Grund habe ich von Vektorimpfstoffen Männern jünger als 35 Jahren und Frauen unter 50 Jahren abgeraten und empfohlen, bei geringem Risiko für eine schwere COVID-19 noch wenige Wochen auf BioNTech/COMIRNATY® zu warten. Lohnt sich das Warten auf einen "konventionellen" Impfstoff wie Novavax? Meines Erachtens nicht: Vermutlich sind diese frühestens 2022 verfügbar und die Langzeitsicherheit ist genauso offen. Wer sagt denn, dass dieser (noch) sicherer ist? Drei Beispiele dazu: Auch der normale Totimpfstoff gegen die "Schweinegrippe" verursachte sehr selten ein Fatigue-Syndrom - wie die Schweinegrippe selbst. Der Impfstoff gegen Borreliose ist seit langem vom Markt, weil der Gelenkbeschwerden auslöste - wie die Borreliose auch. Der Impfstoff gegen das Dengue-Fieber führte bei bislang Nicht-Infizierten zu schwereren Dengue-Verläufen.

    Hier finden Sie Infoblätter des Robert Koch-Institutes über mRNA- (BioNTech, Moderna) und Vektor-Impfstoffe (AstraZeneca, Johnson & Johnson, Sputnik).

    Für detailliertere, seriöse Informationen empfehle ich das arznei-telegramm, welches sich frei von Werbeanzeigen der Pharmaindustrie, ausschließlich über seine Abonnenten finanziert. Die Seiten zu BioNTech/COMIRNATY, Moderna, AstraZeneca und Johnson & Johnson sind kostenlos zugänglich.

    Aber: Ab einem Alter von 35 Jahren ist COVID-19 weitaus gefährlicher als jede Impfung dagegen: 18 Monate nach Ausbruch der Pandemie hierzulande sind 98.000 Menschen tot (2,3% aller 5 Mio. Infizierter), 95% der Verstorbenen waren 60 Jahre oder älter. 120.000 Menschen wurden auf Intensivstationen behandelt, meist wochenlang. Viele wurden beatmet und sind trotzdem gestorben, oft ohne dass ihre Angehörigen Abschied nehmen konnten. 6% der Bevölkerung hatten sich angesteckt, davon 1% innerhalb der letzten Wochen seit Beginn der vierten Welle. Die Überlebenschancen im Falle einer Coronainfektion sind stark von Alter und Geschlecht abhängig. (Stand 14.11.2021)

    35-59 Jahre: ein Toter auf 278 infizierte Männer bzw. eine von 689 Frauen,

    60-79 Jahre: ein Toter auf 17 infizierte Männer bzw. eine von 32 Frauen,

    80 Jahre und älter: einer von vier infizierten Männern bzw. eine von sechs Frauen starb.

    Nüchtern betrachtet, haben wir nur die Wahl zwischen der Corona-Infektion oder der Impfung dagegen, ein "weder noch" ist aufgrund der leichten Übertragung des Virus unwahrscheinlich, insb. in Anbetracht der Deltavariante. Weitere gute Gründe für die Coronaimpfung sind Vorerkrankungen, Kontakt zu Risikopersonen, Tätigkeit im Gesundheitswesen, Pflegeheimen oder im öffentlichen Bereich.

    Auf mRNA-basierte Impfstoffe wurden zuvor gegen Tollwut, Influenza und Krebs getestet. Die "Boten"-RNA ("m" = messenger) wird normalerweise von unserem Körper als Abschrift der eigenen DNA gebildet. Mit diesem Bauplan stellen die "Ribosomen" in der Zelle dann Eiweiße jeglicher Art her, im Falle der BioNTech- bzw. Moderna-Impfstoffe "Spike-Proteine": Das sind die bekannten Strahlen des Corona-Virus mit Kugeln am Ende (Corona = Krone), mit denen es auf unseren Zellen andockt. Auf diese selbst produzierten Kopien der "Spike-Proteine" kann sich unser Immunsystem einschießen und dann mit Antikörpern und Abwehrzellen das Andocken des wirklichen Virus bekämpfen. Gentechnisch hergestellte mRNA-Impfstoffe verändern somit nicht "rückwärts" unser Erbgut, sondern geben nur "vorwärts" kurzfristig andere Aufträge an die Eiweißproduktion. Erst die Mithilfe der körpereigenen "Montagestraße" ermöglicht eine schnelle Antwort auf ein neues Virus. Der BioNTech-Impfstoff darf zwar nur 28 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden, technisch ist das aber kein Hindernis für die Anwendung in einer deutschen Hausarztpraxis.

    Seit 6. April 2021 impfen wir in der Praxis und haben mit den "Vergessenen aus Priorität 1 und 2" begonnen, die nicht von den staatlichen Impfteams erreicht wurden, weil sie zuhause mit schweren Krankheiten festsitzten. Bis Mitte Juli 2021 haben wir knapp 1200 Corona-Impfungen geschafft. Zur sofortigen Umsetzung der STIKO-Empfehlung konnten wir ab Juli 200 Personen eine heterologe Kreuzimpfung mit AstraZeneca/BioNTech anbieten. Das Gesamtvolumen ist etwa das fünffache der jährlichen Grippeimpfungen - multipliziert mit dem dreifachen organisatorischen Aufwand - ergibt das unsern Beitrag zur medizinischen Landesverteidigung. Sie können unsere Arbeit unterstützen, wenn Sie sich zuhause die Aufklärungs- und Einwilligungsbögen des RKI und Deutschen Grünen Kreuzes e. V. ausdrucken, durchlesen und unterschrieben mitbringen. Sie sind vielen verschiedenen Sprachen verfügbar. Das müssen Sie aber nicht: mündliche Aufklärung und Einverständnis reichen.

    Corona-Antigen-Schnelltests: i. d. R. nur für Symptomfreie.

    Stand 6.3.2021. Antigentests benutzen synthetische, industriell hergestellte Antikörper, welche mit Oberflächenstrukturen (= Antigenen) des Virus reagieren. Diese "Schlüssel-Schloß-Reaktion" wird meist mit Enzymen (Biokatalysatoren) farblich sichtbar gemacht. Normalerweise sind Schnelltests (POCT: point-of-care-testing) überall dort nützlich, wo rasche Entscheidungen gebraucht werden, z. B. bei einem Verdacht auf Lungenembolie, Herzinfarkt, Lungen- oder Blasenentzündung. Generelle Corona-Schnelltests haben sich bei Krankhausaufnahme bewährt. Das sagen das Robert Koch-Institut, die Fa. Roche als Hersteller eines Antigen-Schnelltests ("wo kein Labortest zur Verfügung steht") und die ehrwürdige Cochrane-Library dazu. Das Problem: Der Schnelligkeit stehen vor allem falsch-negative Testergebnisse gegenüber, wie hier im Deutschen Ärzteblatt vom 30.10.2020 ausführlich erläutert. Nicht desto trotz können sie bei Symptomfreiheit, also geringer Vor-Test-Wahrscheinlichkeit sinnvoll sein:

  • zum Screening von Mitarbeitern und Besuchern von Pflegeheimen, Krankenhäusern und Arztpraxen (siehe: Bundesgesundheitsministerium),
  • zur Verkürzung der Quarantäne nach engem Kontakt zu einer Corona-positiven Person, wenn das 10 - 13 Tage später erfolgt (explizit laut RKI dazu zulässig),
  • für Urlauber auf der Hinreise (soweit dazu vom Ausland akzeptiert), bzw. zur Verkürzung der Quarantäne, wenn das 5 - 9 Tage nach Rückreise erfolgt (soweit dazu von staatlicher Seite akzeptiert) oder
  • zur zusätzlichen Sicherheit bei dringenden privaten Besuchen von Risikopersonen.
  • Da diese Tests vielerorts noch bis zum 11. Oktober 2021 kostenlos angeboten werden, hören wir aus Kapazitätsgründen damit auf und führen statt dessen PCR-Abstriche zur Bestätigung bzw. Revision positiv getester durch. Die nächstgelegene Möglichkeit bietet die Mohren-Apotheke direkt unter der Praxis im gleichen Gebäude.

    Corona-Abstriche mit "Polymerase-Kettenreaktion" (PCR)

    Nach TestV des BMG vom 30.11.2020/RKI/KBV, Stand 6.3.2021. Für Reisende, die vor Abflug einen PCR-Abstrich benötigen, bietet sich auch die Testmöglichkeit am Flughafen Frankfurt an, hier wird ein Ergebnis zu 99% innerhalb von 6 bzw. 12 Stunden zugesagt.

    WANN bzw. WER? Seit 8.2.2021 bei ALLEN Atemwegsinfekten, erst recht bei:

    (1.) Starkem Husten, Fieber, Luftnot, Geschmacks- und Geruchsstörungen oder Verschlechterung des Allgemeinzustandes.

    (2.) Bei Vorerkrankungen ODER Tätigkeit im Gesundheitswesen ODER Kontakt zu vielen Personen ohne AHA+L-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske, Lüften).

    (3.) Bei engem Kontakt zu einer Corona-positiven Person (z. B. ungeschütztes Gespräch von mehr als 15 min, gemeinsamer Haushalt, Singen, Sportstudio, Schulklasse, Kindergarten) in den letzten 14 Tagen,

    (4.) Keine Symptome, ABER positiver Antigen-Schnelltest (s. o.) oder "roter Hinweis" der Corona-Warn-App,

    (5.) Bei Krankenhaus- oder Pflegeheimaufnahme und

    (6.) Als explizite, schriftliche Einzelfallentscheidung des Gesundheitsamtes und zu dessen Lasten oder bei COVID-19-Ausbrüchen in Alten- und Pflegeheimen.

    WIE? In der ersten Woche direkter Virusnachweis (PCR) aus dem Rachenabstrich. Ab der zweiten Woche - wenn die PCR (oft) negativ ist - aber noch COVID-Symptome bestehen, können IgG-Antikörpertests erwogen werden - und sind dann gesetzliche Kassenleistung, ggf. 2. Blutprobe min. 14 Tage nach der ersten.

    Bin ich bereits immun gegen das Coronavirus?

    Bis auf die o. g. Ausnahme müssen Antikörperbestimmungen selbst bezahlt werden: etwa 50 Euro, incl. Blutentnahme, Probentransport und Beratung. Wieso rate ich Ihnen NICHT dazu?

    Das liegt an der - trotz allem - geringen Verbreitung (Prävalenz) von COVID-19 in der Bevölkerung und - wie bei allen Antkörpertests - irrtümlicherweise positiven Ergebnissen: Seit Beginn der Epidemie hatten sich 10557 Mainzer*innen mit COVID-19 infiziert, das sind 4,8% der 218.578 Bewohner, 211 sind daran verstorben (Stand 21.8.2021, meist PCR-Nachweis). Die bundesweite Prävalenz ist ähnlich niedrig. Ein Antikörpertest mit 100%iger Sensitivität und 99%iger Spezifität würde zwar alle tatsächlich Corona-Positiven erkennen, aber - in Mainz - gleichzeitig 2085 Personen fälschlicherweise Immunität attestieren, die sie gar nicht haben, etwa jeder sechsten Testperson mit "positivem Ergebnis". Dagegen hatten bereits im April 2020 im österreichischen "hot spot" Ischgl 42,2% von 1473 getesteten (insg. rund 1600 Einwohner) COVID-19-Antikörper. Bei dieser hohen Prävalenz bekommen bei gleicher Testgüte (!) 672 ein "richtig positives" und nur 8 Personen ein "falsch positives" Ergebnis (Chance 1:99).

    Mittlerweile wissen wir jedoch, dass bei einigen die Antikörper nur Wochen und Monate nachweisbar sind, was nicht zwingend bedeutet, nicht mehr immun zu sein: zusätzliche Abwehrzellen sind nur schwieriger messbar. In Ischgl hatten ein halbes Jahr später noch 90% der im April 2020 positiv getesteten nachweisbare Antikörper. Re-Infektionen sind fünf bis acht Monate nach der Infektion eine Rarität, laut STIKO-Empfehlung vom 12.3.2021 ist eine einzelne Impfung (nicht zwei) sechs bis acht Monate nach der Erkrankung sinnvoll, nach nur vier Wochen jedoch auch unbedenklich. Bestand nur eine symptomlose (!) Infektion, wird Impfung bereits nach 4 Wochen empfohlen. Von einer dauerhaften Immunität ist nicht auszugehen.

    Corona: Neue Öffnungszeiten. Neue Videosprechstunde.

    Ab 23.3.2020 haben wir GETRENNTE Sprechstundenzeiten für Patienten MIT und OHNE Erkältungssymptomen (wie Fieber, Frösteln, Schnupfen, Halsschmerzen, Husten oder Durchfall) und ab 26.3.2019 eine VIDEOSPRECHSTUNDE.

    Unser Ziel ist es, auch während der Corona-Pandemie die normale, notwendige medizinische Versorgung zu gewährleisten. Das geht nicht ohne direkte Arzt-Patienten-Kontakte, die wir - für beide Seiten - so sicher wie möglich gestalten. Dazu habe ich schon im Januar Schutzausrüstung bestellt und bekommen.

    Es ist schwer, in der Coronakrise mit ihren gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen einen kühlen Kopf zu bewahren. Ich finde, wir alle verhalten uns auf den Straßen, Plätzen und beim Lebensmitteleinkauf bereits sehr dizipliniert und verantwortungsbewußt. Trotzdem werden in den nächsten Wochen die nachgewiesenen Infektionen weiter steigen und die Politik zu weiteren Maßnahmen drängen. Lassen sie sich davon nicht entmutigen, das wird auch an der bislang großen Dunkelziffer und den nun geschaffenen Laborkapazitäten liegen. Bis jetzt hat Deutschland - weltweit betrachtet - eine vergleichsweise niedrige COVID-19-Sterblichkeit, hoffentlich bleibt das so. Tun wir alles, um die Ausbreitung zu stoppen; am Ende wird eine Impfung das Ganze beenden. Bleiben sie gesund.